Gesunde Mitarbeiter sind die besseren Mitarbeiter, diese eigentlich so nahe liegende Erkenntnis setzt sich zunehmend in den Unternehmen durch - vor allem, wenn die Krankenstände innerhalb der Belegschaft steigen. Angesichts zunehmender Arbeitsbelastung und psychischen Drucks setzen viele Betriebe mittlerweile auf die aktive Unterstützung ihrer Angestellten beim Schutz ihrer Gesundheit. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), bei dem die gesetzlichen Krankenkassen in die Betriebe gehen und in Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat und gegebenenfalls der betriebsärztlichen Abteilung Probleme identifizieren und nach Lösungen suchen, bietet einen vielversprechenden Ansatz. Fast jede der großen Kassen unterhält eine eigene Abteilung, die sich mit dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement befasst und in stetem Kontakt mit Wirtschaftsvertretern steht.
Kommt die Kasse ins Unternehmen, muss zunächst einmal die primäre Stoßrichtung des BGM bestimmt werden. Existieren konkrete Probleme im betrieblichen Ablauf, die zu höherer Belastung sowie sinkender Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und damit letztlich auch zu einem höheren Krankenstand führen? Oder geht es dem Unternehmen in erster Linie um ein prophylaktische Angebote zur allgemeinen Erhaltung der Gesundheit seiner Belegschaft?
Üblicherweise startet die Aktion mit einer Befragung der Mitarbeiter, für die viele Kassen standardisierte Fragebögen vorhalten. Diese dienen dazu, gesundheitlich problematische Faktoren innerhalb der betrieblichen Abläufe offen zu legen. So wird u.a. nach gesundheitlichen Störungen (z.B. Kopf-, Augen-, Ohren- oder Rückenschmerzen) der Arbeitnehmer und deren Zusammenhang mit der Situation am Arbeitsplatz gefahndet. Nach Abschluss der Befragung und deren Auswertung, suchen die am BGM beteiligte Kasse zusammen mit den Unternehmensvertretern nach Verbesserungsmöglichkeiten. Dazu können sowohl Kursangebote an die Belegschaft (z.B. Bewegungs- oder Stressbewältigungskurse) zählen, aber auch konkrete innerbetriebliche Veränderungen, wie z.B. angepasste Pausenregelungen oder eine mitarbeiterfreundlichere Ausstattung des Arbeitsplatzes.
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