Obwohl schon viel Aufklärungsarbeit geleistet wurde, werden laut SPIEGEL-Magazin (Nr. 37 vom 07.09.2009) in Deutschland jährlich noch immer 4000 Kinder mit alkoholbedingten Schädigungen geboren. Laut einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts bekennen sich 14 Prozent aller Schwangeren zu ihrem Alkoholkonsum.
Trinkt die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol, wirkt sich dieser demnach unmittelbar auf das Ungeborene aus. Über die Nabelschnur gelangt er in den Körper des Kindes, der selbst allerdings nicht in der Lage ist, den Alkohol abzubauen. Bereits durch geringe Mengen können Nervenzellen, besonders die des Gehirns, angegriffen und im ungünstigsten Fall irreperabel geschädigt werden. Die Folgen reichen von „Schlaf- sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen bis zu verzögerter geistiger Entwicklung und verminderter Intelligenz“, so der SPIEGEL weiter.
Kinder, die mit derartigen Schädigungen aufwachsen, fallen häufig durch unkontrolliertes, stark impulsives Verhalten auf sowie die Unfähigkeit ihren Alltag zu organisieren.
Da ihre Behinderung den Betroffenen von außen zumeist kaum anzusehen ist, kommt es häufig zu einem gestörten Umgang mit der Umwelt. Nicht selten führen Missverständnisse, die aus der Unkenntnis der geistigen Einschränkung des Gegenübers resultieren, zu Konflikten, die in manchen Fällen bis zu handgreiflichen Auseinandersetzungen führen können.
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