
Fisch ist ein guter Zink-Lieferant (Foto: (c) Gabi Schoenemann, www.pixelio.de)
Wie gut die Abwehrkräfte unseres Körpers gegen bakterielle Infektionen oder Virusinfektionen gewappnet sind, hängt nicht zuletzt von einer ausreichenden Versorgung des Körpers mit Zink ab. Darüber hinaus erhöht eine ausreichende Zinkzufuhr, die bei einem statistischen Durchschnitts-Erwachsenen bei 12-15 mg/Tag liegt, die Leistungsfähigkeit und Regenerationsgeschwindigkeit (Wundheilung) des Organismus.
Die Gründe dafür, dass annähernd 50 Prozent der deutschen Bevölkerung eine Zink-Unterversorgung aufweisen, sind vorwiegend in der Ernährung zu suchen. Vor allem der zu häufige Griff zu „Fast Food“ oder „Junk Food“ sowie die Einhaltung von Diäten und hoher Alkoholkonsum kann zu einer Mangelversorgung führen. Da Zink vorwiegend in tierischen Nahrungsmitteln (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) auftritt, kann auch eine vegetarische oder vegane Ernährung ohne Ausgleichsversorgung Zinkmangel verursachen. Auch Magen- und Darmerkrankungen, Diabetes, regelmäßige Medikamenteneinnahme (z.B. Abführmittel) und erbliche Faktoren können eine Unterversorgung mit dem Spurenelement bedingen.
Vor allem ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden sowie Schwangere haben einen erhöhten Zinkbedarf. Auch Sport und sonstige Tätigkeiten, die zu starkem Schwitzen führen, verlangen nach höheren Zinkgaben.
Eine zu geringe Versorgung macht den Organismus anfälliger für Infektionskrankheiten, kann zu Verschlechterung bei der Heilung von Wunden, Stimmungsschwankungen und Geruchs-, Geschmacks-, Seh- und Potenzstörungen führen. Im Wachstum befindliche Kinder und Jugendliche können in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Auch trockene Haut und Akne kann die Folge einer Zink-Unterversorgung sein.
Zinkmangel kann durch Nahrungsergänzungsmittel (Zink-Dragees, -Tabletten, -Kapseln), wie sie im medizinischen Fachhandel und in Apotheken zu erhalten sind, ausgeglichen werden. Ist eine Mangelversorgung medizinisch nachgewiesen, sollte die Einnahme unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
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