
Bewegung an der frischen Luft tut auch Männern gut (Foto: (c) Albrecht E. Arnold, www.pixelio.de)
Einer anonymisierten Studie der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV) zufolge sind Männer im Vergleich zu Frauen von einer geringeren Lebenserwartung sowie von früher beginnenden schweren und tödlich verlaufende Krankheiten betroffen. Insbesondere an Fettleibigkeit (Adipositas), Herzinfarkt, psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol erkranken Männer deutlich öfter.
Beim „starken Geschlecht“ besteht ein 33 Prozent höheres Adipositas-Risiko, einen Herzinfarkt erleiden männliche Patienten unter 70 Jahren dreimal häufiger als weibliche, erst im hohen Alter nähern sich die Zahlen wieder an. Besonders gravierend zeigt sich der Geschlechterunterschied bei psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Das relative Risiko bei Männern ist hier um 55 Prozent höher als bei Frauen.
Diese enormen prozentualen Abweichungen entstehen zum Teil – aber nicht nur - durch genetische Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Einen anderen Grund sehen Mediziner in dem mangelnden Gesundheitsbewusstsein vieler Männer. Oder anders herum betrachtet: Frauen achten besser auf sich selbst.
Männer essen in der Regel mehr Fleisch, dafür weniger Obst und Gemüse, trinken häufiger Alkohol in schädlichen Mengen und rauchen öfter. Dies ergab der DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland“, für den vor einem Jahr bundesweit 2500 Menschen zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt wurden.
Was Männer daraus lernen sollten, liegt wohl auf der Hand: Gesünder Leben! Hier spielt die ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle, ebenso wie der Verzicht auf größere Mengen Alkohol und Zigaretten. Auch Sport ist im Kampf gegen Fettleibigkeit und Herz-Kreislauferkrankungen unverzichtbar, damit „Mann“ ein längeres und gesünderes Leben führen kann.
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