In den Industrieländern sind rund zehn Prozent aller Todesfälle durch Gefäßerkrankungen auf Diabetes zurückzuführen. Folglich sterben jährlich etwa 325000 Menschen an diesen indirekten Folgen der Zuckerkrankheit.
So lautet das Resultat einer Metaanalyse, die kürzlich bei einem Kongress der amerikanischen Diabetes-Gesellschaft in Orlando vorgestellt wurde.
Die groß angelegte Untersuchung wurde aus 102 Studien erstellt, an denen insgesamt 698 782 Patienten beteiligt waren. Von diesen waren sieben Prozent an Diabetes erkrankt. Während des Beobachtungszeitraums kam es zu knapp 53 000 tödlichen und nicht-tödlichen Gefäßerkrankungen.
Der Initiator der Studie, Dr. Nadeem Sawar, fand dabei heraus, dass das Todesrisiko durch Herz-Gefäßerkrankungen oder Schlaganfälle bei Diabetikern etwa doppelt so hoch ist wie bei Nichtdiabetikern.
Jedoch bergen Blutzuckerwerte zwischen 70 und 100mg/dl (3,9-5,6 mmol/l) kein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen, bei höheren Werten steigt es zunächst nur leicht an. Bei Werten über 126 mg/dl (7 mmol/l) ist dagegen die Gefahr einer Erkrankung deutlich erhöht.
Weiterhin ergab die Auswertung, dass Herzinfarkte bei Diabetikern öfter zum Tod führen und dass die Koronare Herzkrankheit, eine chronische Erkrankung der Herzkranzgefäße, bei Diabetikerinnen wesentlich häufiger auftritt als bei Männern mit Diabetes.
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